Vorschulische Förderung

Grundlagen für die kognitiven Anforderungen der Schule sind eine emotionale Stabilität, gute Körperkoordination und eine differenzierte Sinneswahrnehmung. Vorschulische Förderung darf daher nicht auf die klassische Arbeit am Tisch beschränkt werden.

Unsere vorschulische Förderung basiert auf seelischer, körperlicher, kognitiver und sensomotorischer Förderung. Zu Beginn des Vorschuljahres informieren wir die Eltern darüber, über welche Kompetenzen ein Schulanfänger unseres Erachtens verfügen sollte und stellen unser Konzept der vorschulischen Förderung vor.

Täglich werden an die Vorschulkinder besondere Anforderungen gestellt.

Im Morgenkreis üben sie konzentriertes Zuhören, freies Sprechen, sich auszudrücken und Sinnzusammenhänge zu erfassen und wiederzugeben. Die kleinen Ämter im Kindergartenalltag sind für diese Altersstufe besonders ausgewählt. So zum Beispiel Nachrichten in andere Gruppen übermitteln, beim Tischdecken die Teller zu zählen oder auch kleine Verantwortlichkeiten zu übernehmen. Selbstständiges und nahezu unbeaufsichtigtes Spielen auf dem Dachboden oder dem Außengelände stärkt ihr Selbstbewusstsein und ihre Eigenverantwortung. In dieser vorschulischen Förderung geht es in erster Linie um die Selbstentwicklung des Kindes.

Einmal die Woche ist bei uns Vorschultag.

Die einzuschulenden Kinder einer jeder Gruppe finden sich nach den Herbstferien zur klassischen Vorschularbeit zusammen. Die pädagogische Fachkraft bereitet ein gezieltes Angebot für die Vorschulkinder vor. Hier geht es um Feinmotorik, Konzentration, Ausdauer und logisches Denken. Wir üben spielerisch mit den Kindern Linien, Formen, Farben und Mengen bis 10 zu begreifen. Hierzu gehört auch, die Sorgfalt im Umgang mit den Materialien und der Mappe zu erlernen.

Zum Beginn des Kindergartenjahres gestalten wir eine konzentrierte Arbeitsphase von 10- 15 Minuten, die bis zum Schulbeginn auf ca. 30 Minuten gesteigert wird. Die sogenannten „Kann Kinder“ nehmen an dieser Förderung teil, sobald die Einschulung nicht mehr in Frage gestellt wird.

Ab Mai eines jeden Jahres gehen wir mit den ABC Kindern los: Wir trainieren die Verkehrssicherheit und besuchen die umliegenden Schulen. Wir besichtigen einen Schulhof und nehmen zweimal am Schulunterricht teil. Die Klassenlehrerinnen bereiten die Schulstunde entsprechend vor, so dass unsere ABC Kinder am echten Unterricht teilnehmen können. So entwickeln sie ein reales Bild von Schule und können dem Übergang zur Schulzeit wissend begegnen.

Matrjoschka Illustration